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+Und - jenseits von Falsch oder Richtig

Und – jenseits von Falsch oder Richtig

Neuro-Linguisten erforschen die Struktur subjektiver Erfahrung und deren Folgerungen und erleben Harald/Franny Berenfänger in einer Person

von Jörg Brokmann

Braunschweig. Weiße Bluse, schulterlanges hellblondes Haar, rote Brille und rote Wollstrümpfe unter grauem Rock. Da stehen sie, der Harald und die Franny Berenfänger.

Der Souveränitäter

Über Jahrzehnte scheint der Philosoph und Souveränitäter, wie er sich selbst nennt, genau zu wissen, wo seine Prämissen liegen, berät große Firmen, erklärt ihnen, wie Mann beruflich und persönlich gekonnt auftritt, Führungskraft stärkt, neue Wege findet, gute Entscheidungen trifft, gesunde Verbindungen schafft – mit anderen und mit sich selbst. Eben jene Dinge, die Coaches ihren Klienten mitgeben, um in jeglicher Hinsicht erfolgreich und zufriedener durchs Leben zu gehen.

Männlichkeit im 21. Jahrhundert

Die Väter gGmbH schwärmt über ihn, dass er „ pointiert in Worte fassen kann, was Männlichkeit im 21. Jahrhundert sein kann“, heißt es auf seiner Website.

Soweit.

Nun wirkt Berenfänger vor Experten und Expertinnen ihres Fachs, die einem Kongress zum Thema „Neurolinguistisches Programmieren (NLP)“ beiwohnen, gar nicht so arg männlich. Er hält nicht nur ein flammendes Plädoyer für das „Und“, er verkörpert es, als Harald und Franny.

Überraschend unprätentiös.

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+Vertrauen und Arbeitszeiterfassung sind kein Widerspruch – BAG stellt Gesundheitsschutz in den Vordergrund

Vertrauen und Arbeitszeiterfassung sind kein Widerspruch – BAG stellt Gesundheitsschutz in den Vordergrund

Von Jörg Brokmann

Das höchste deutsche Arbeitsgericht in Erfurt hat ein spektakuläres Urteil zur verpflichtenden Arbeitszeiterfassung gefällt. Präsidentin Inken Gallner begründet die Pflicht von Arbeitgebern zur systematischen Erfassung der Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten mit der Auslegung des deutschen Arbeitsschutzgesetzes nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2019.

Pflicht besteht schon

„Wenn man das deutsche Arbeitsschutzgesetz mit der Maßgabe des Europäischen Gerichtshofs auslegt, dann besteht bereits eine Pflicht zur Arbeitszeiterfassung“, sagt die Bundesarbeitsgerichtspräsidentin. Deutlich wurde sie auch in ihrer Schlussfolgerung aus dem § 3 ArbSchG.

Schutz vor „Selbstausbeutung“

„Zeiterfassung ist auch Schutz vor Fremdausbeutung und Selbstausbeutung“, hält Inken Gallner den Kritikern den Spiegel vor, die mit der Aufzeichnung die Abkehr von der Vertrauensarbeitszeit befürchten. Dem Gesundheitsschutz gibt räumt sie Priorität ein. Diese Interpretation legt die Vermutung nahe, dass viele Arbeitgeber*innen ihren Mitarbeitenden nur soviel Vertrauen entgegengebracht haben, weil diese ihre vertraglich vereinbarte tägliche Arbeitszeit aufgrund zu großer Arbeitsdichte bewusst überschritten. Zu Lasten ihrer Gesundheit. Dem werden mit der Entscheidung deutliche Grenzen aufgezeigt.

Intelligente Lösungen

Das meist einvernehmliche Agreement in mehreren Einigungsstellen zu dem Thema im letzten Jahrzehnt zeigt, dass die systematische Aufzeichnung und Vertrauensarbeitszeit selbst in Zeiten von mobilem Arbeiten und Home-Office eigentlich nicht im Widerspruch stehen. Arbeitgeber*innen und Gewerkschaften sowie Personal/Betriebsräte sind gemeinsam gefordert, in diesen Zeiten der digitalen Transformation nach intelligenten Lösungen zu suchen.

Das „Ob“ nicht diskutabel

Denn das Bundesarbeitsgericht macht deutlich, dass das „0b“ nicht mehr diskutabel ist, das „Wie“ sehr wohl auf dem Verhandlungsweg ausbaldowert werden kann. Hierin besteht das Mitbestimmungsrecht für Betriebsräte unvermindert fort.

Initiativrecht abgelehnt

Dem Initiativrecht zur Einführung einer elektronischen Arbeitszeiterfassung erteilt Erfurt eine Absage. Der Grund: Die gesetzliche Verpflichtung mache dieses überflüssig.

Novelle des Gesetzes

Mit der Entscheidung bekommt das Gesetzgebungsverfahren zur Novellierung des Arbeitszeitgesetzes neuen Schwung. Das Arbeitsministerium von Hubertus Heil ist gefordert, die Vorgaben aus dem EuGH- und dem BAG-Urteil in Gesetzesform zu gießen. Und zwar so, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitnehmervertretungen wissen, wie sie eine Arbeitszeiterfassung „objektiv, verlässlich und zugänglich“ umsetzen können.

Letztendlich gilt es auch konkrete Sanktionierungsmaßnahmen festzulegen, um gesetzeswidriges Verhalten zu ahnden.

Harz-Skilauf mit Bauermann
+Schneespaß auf zwei schmalen Brettern im schönen Harz

Schneespaß auf zwei schmalen Brettern im schönen Harz

Von Jörg Brokmann

Rotglühender Horizont über den Wipfeln der Bäume. Treffpunkt an der Hütte am Goetheweg in Torfhaus zum Sonnenaufgang, heißt es vom Langlauf-Chef. Erste Erkenntnis: Frühaufsteher liegen klar im Vorteil, wenn sie sich auf frisch gespurtem Terrain bewegen wollen. Das vorweg. Wir wollen an diesem herrlichen Samstagmorgen in den Höhen des Harzes eine große Runde Richtung Hanskühnenburg drehen. Ich bin ein Rookie auf diesen zwei Meter langen, verdammt wackligen Latten, die für den Enthusiasten Axel Bauermann aus Braunschweig die Welt bedeuten. Wir teilen die uneingeschränkte, bisweilen überehrgeizige Leidenschaft für den Schneesport, er auf den Langlaufloipen des Kontinents, ich eher auf den Abfahrtspisten der Alpen und darüber hinaus.

Faszination Ausdauersport

Am heutigen Tag darf ich die Faszination seines Ausdauersports kennenlernen, von einem, der seine Passion fast 60 Jahre betreibt, ohne auch nur den Hauch von Demotivation zu zeigen. Das kann ich gut nachvollziehen. Grundvoraussetzung für einen spaßvollen und möglichst reibungsarmen Ritt durch die wunderschöne Landschaft ist eine genau an Temperatur und Schnee angepasste Laufsohle, um es etwas unprofessionell auszudrücken.

Langlauf-Übungsleiter Axel zeigt mir, wie er das Mittelteil seiner Skier wachst, genau so abgestimmt, dass Haftung am Berg und Vortrieb beim Gleiten eine ideale Symbiose bilden. Für mich reicht ein Schuppenski, dessen Schuppen im Mittelteil nur eingesprüht werden müssen, damit sich kein Eis festsetzt. Ein sehr guter Kompromiss für Anfänger. Mit gut auf das Wetter abgestimmter Kleidung (Stichwort Zwiebelprinzip), den richtigen Stöcken sowie Tee und Müsli gegen Unterzuckerung im Gepäck, vollführt Axel schließlich die ideale Bewegung, um den richtigen Vortrieb zu erzielen. Es sieht so elegant und einfach aus.

 

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+Wo die Füchsin durch den Schnee schleicht

Wo die Füchsin durch den Schnee schleicht

Ganzjahres-Camper passen in keine Schublade. Sie bewahren sich ihre Individualität.

Von Jörg Brokmann

Braunschweig/Harz. Beides sind totale Enthusiasten. Sie leben ihre Art der Freizeitgestaltung mit jeder Pore ihres Körpers, aus jedem ihrer Worte quillt die Leidenschaft, mit der sie ihr Hobby so nah an der Natur betreiben. Sommer wie Winter, mit dem Bike und per pedes beim Durchforsten der grünen Wälder, mit dem Board beim Schwingen über weiße Hänge. Der Mann mit dem grauen Schnauzbart lässt seinen Blick über die Landschaft streifen, über die Nadelbäume, hier am Fuße des Bocksberg, vor seiner blauen Holzhütte, die eigentlich der Vorbau seines Wohnwagens auf dem Campingplatz Kreuzeck ist.

Kaffee schlürfen

Wir schlürfen einen frisch gebrühten Kaffee, plaudern über gemeinsame Bekannte, Freunde, bevor wir über sein E-Mountain-Bike fachsimpeln, das ihn auch im siebten Jahrzehnt seines Lebens fordert, mit dem er fast jede Steigung im Harz bezwingt. „Ich empfinde es als großes Glück, hier Zeit verbringen zu dürfen, mit den Launen der Natur leben zu dürfen“, erzählt er.

Frische Pfifferlinge im Korb

In einem Korb am Eingang der gemütlich ausgestatteten, selbst umgebauten Hütte strahlen uns köstliche Pfifferlinge entgegen – heute früh an den drei Stellen entdeckt, die nur eingefleischte Pilzsammler kennen. Bernd gehört dazu. Wie nur wenige andere Ganzjahres-Camper am Kreuzeck. Er genießt die Mußestunden auf diesem Platz 200 Meter vom Waldsee entfernt, mit Gleichgesinnten, auch allein. Man kennt und schätzt sich selbstverständlich gegenseitig, aber einen großen Stellenwert besitzt für den Braunschweiger besonders die Ruhe und Unabhängigkeit, mit der der Ingenieur hier in den Tag hineinlebt – eine Stunde von seinem Zuhause entfernt.

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+Bewegung im Schnee inspiriert, weckt den Geist

Ski-Langlauf: In diesem Winter ein traumhaftes Erlebnis nicht nur im Harz, auch im Braunschweiger Ölper Holz oder in Wolfsburg.

Von Jörg Brokmann

 

Sonnenberg. Knirschen. Vogelgezwitscher. Prickeln auf der Haut. Weiß gepuderte Äste. Schnee auf der Zunge. Zweige neigen sich ehrfurchtsvoll. Die Leichtigkeit des Seins. Verlegersohn und Enfant terrible Harry Rowohlt formulierte einst: Ich bewege mich lieber selbst. Im Harz?Inwieweit der bärtige Harry die gleiche Bewegung meint wie ein Langläufer auf den schönen Loipen des Harzes rund um Sonnenberg, ist nicht verbrieft. Mit ziemlicher Sicherheit ist aber davon auszugehen, dass er mit seiner ureigenen Bewegung so ganz weg vom Treiben seines berühmten und erfolgreichen Verlegervaters Ernst genau seinen Neigungen entsprechend voranschritt.

Gedanken schweifen ab

 

Bewegung erzeugt Bewegung im Kopf. Hier im verschneiten Mittelgebirge schweifen die Gedanken häufig ab vom Weg, vielmehr aus der Spur. Bisweilen in ganz andere Gefilde…Auf dem griffigen Untergrund zu gleiten, eins mit diesen zwei schmalen Brettern unter den Füßen, lässt die Fantasie blühen. Mit jedem Meter, den sich in diesem Fall die Schuppen der Skier in das feuchte Element beißen, erhöht sich die Lust auf mehr Bewegung, leichte Unbillen inbegriffen.

Kristalle tauen auf der Haut. Bereits nach kurzer Zeit scheint der Alltag Welten entfernt. Dicke Flocken fallen aufs Gesicht, die Kristalle tauen sanft auf der Haut, Wasser rinnt am Kinn hinunter, inspiriert, weckt Emotionen, lässt nicht frösteln, führt im Gegenteil zu Wohlempfinden, schönen Erinnerungen und gleichzeitig Freude auf mehr. Der mit Mütze warm eingepackte Kopf gerät ins Schwärmen, der Geist wabert, verlässt ausgetretene Pfade. Stressfaktor null. Ein gedanklicher Genuss.

aus der Braunschweiger Zeitung vom 01. März 2021

 

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6 Elbe-Lübeck-Kanal
+Mehrtägige Wandertour durch die Kitzbüheler Alpen in Tirol

Mehrtägige Wandertour durch die Kitzbüheler Alpen in Tirol

Einige Hundert Kilometer in Bewegung machen richtig Spaß, auch wenn Turbulenzen auf der Schiene die Laune trüben

Von Jörg Brokmann

Der Berg ruft, mag manch Wanderer die Zeichen am Horizont positiv deuten: die Hohe Salve, das Kitzbüheler Horn heben sich majestätisch vom strahlend blauen Himmel ab. Für den alpinen Rookie heißt diese schweißtreibende Angelegenheit im Sommer: Herausforderung, Anstrengung, dicke Beine und viel Spaß zugleich.

„Ja griaß di!“ lautet die freundliche Begrüßung im Brixental. Und so richtig wohlfühlend machen wir uns in Hopfgarten auf die Socken, mit einigermaßen gutem Training in den Oberschenkeln durch das Laufen oder Radfahren im Flachland. Die Vorhersagen für die nächsten fünf Tage schwanken zwischen durchwachsen, sonnig und nieselig. Eins vorweg: Wir erwischen eine prächtige Woche in den Kitzbüheler Alpen mit grandiosen Aussichten, bisweilen perfekter Fernsicht. Es sollte ein Erlebnis werden, das wir so schnell nicht wieder vergessen würden.

Unsere Freundin Jutta, bergwandererfahren, lockt eine Woche vorher die Sehnsucht nach Tirol – sie startet ihre hochgebirgige Sechs-Etappentour von Hopfgarten in Richtung Kelchsau. Vor ihr liegen mehr als 100 Kilometer über Westendorf–Windau und Aschau auf Schustern Rappen. Sie kämpft sich anderthalb Tage bei Regenschauern durchs einsame Gebirge. „Das schreckt mich nicht ab“, resümiert die ehemalige Podologin.

Pfade abseits des Rummels

Die fitte Dame marschiert gern allein, lässt Natur und Elemente auf sich wirken, liebt das Körperliche, ergötzt sich an jeder Wurzel, über die sie steigt, jeder Astgabel, die sie mit den Armen aus aus dem Weg räumt, sie lehnt viel Gequatsche ab, gönnt sich keine Pausen. Eine Rast in der Hütte – kommt für Jutta nicht infrage. Darum liebt sie Pfade abseits des Rummels, diese sportliche Variante des „Kat-Walk“ (Kitzbühler Alpen Trail), die wenig Einkehrmöglichkeiten bietet, dafür traumhafte Berglandschaften. Flora und Fauna erreichen die Sinne, sie wecken Glücksgefühle.

Hoch oben am Horn schnell ein Erinnerungsfoto am Kreuz – Müßiggang ist nicht ihr Ding. Selbst am abendlichen Büfett übt sie sich fleischlos, lässt sich indes leckere Suppen und Salate schmecken.

Ganz anders wir.

Die Auswahl unserer Fünf-Tage-Tour beinhaltet zwingend Almhütten mit typisch österreichischen Köstlichkeiten. Zumindest die Aussicht auf eine Belohnung nach schweißtreibender Kletterei über jeweils mehr als 1000 Höhenmeter setzt ungeheure Energie frei.

Per Gondel? Abgelehnt!

Wir entscheiden uns bewusst für die Möglichkeit, die eine oder andere Strecke per Gondel zurückzulegen. Erfahrungen aus den vergangenen Jahren lassen uns vorsichtig sein — die Belastung der Kniegelenke wollen wir nicht unterschätzen, nehmen erstmals auch Wanderstöcke mit in den Rucksack.

Sie erweisen sich an den drei ersten Tagen als hilfreich, um den Druck beim Abwärtsgehen von den Knochen zu nehmen, während die Gondeln nur über unseren Köpfen dahinschweben. Auf 80 Kilometer und gut 5000 Höhenmeter über Brixen, Kirchberg, Kitzbühel und St. Johann bis zum Zielort St. Ulrich am Pillersee verschmähen wir sämtliche Steighilfen, ob bergauf- oder -ab, was uns Mittfünfziger aus dem flachen Niedersachsen ein wenig mit Stolz erfüllt.

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+Mit Rad und Bahn an Elbekanal und Küste

Mit Rad und Bahn an Elbekanal und Küste

Einige Hundert Kilometer in Bewegung machen richtig Spaß, auch wenn Turbulenzen auf der Schiene die Laune trüben

Von Jörg Brokmann

Dokkum/Mölln. Zwei Wochenenden auf dem Sattel bei herrlichem Sommerwetter, bisweilen anstrengendem Gegenwind und wenigen Hügeln. Meist in launiger Stimmung in wunderschöner Landschaft mit Familie und guten Freunden, einige Turbulenzen eingeschlossen – Radler*innenherz, was willst Du mehr?

Ed Sheeran gibt sich die Ehre

Vielleicht noch ein Konzert auf Schalke mit Ed Sheeran vor dem Hollandtrip gefällig, weil es sozusagen auf dem Weg liegt. Dürfen wir uns nicht entgehen lassen, nehmen wir noch mit, denken wir. Die holländische Empfangsdame beweist wahre Gastfreundschaft. Mitten in der Nacht um halb zwei nach insgesamt 700 Kilometern drückt uns Swantje tapfer den Zimmerschlüssel in die Hand. Sie hat auf uns gewartet, nachdem wir vor unserem Kurzurlaub in den Niederlanden den perfekten englischen Wunderknaben allein mit seiner Gitarre vor 65.000 Fans erleben durften. Dort, in der Heimat der Knappen, dem frischen Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga, und dem Biathlon-Event kurz vor dem Jahreswechsel.

Der ermordete Bonifatius

Die kurze Nacht hält uns selbstverständlich nicht davon ab, gleich am nächsten Morgen auf die Räder zu steigen. Unsere jährliche Tour führt uns diesen Sommer nach Dokkum, die Stadt, in der der heilige Bonifatius vor gut 1250 Jahren ermordet wurde. Nicht zuletzt dank seines Standbildes, der Kapelle, der Kirche und der Heilquelle ist sein Geist nach wie vor in der ältesten Stadt von Frysland zu spüren. Uns, Manja, Frank, Kerstin und mich, treibt es aufs platte Land. Wir genießen zunächst die nähere Umgebung, suchen uns an der friesischen Küste nach 30 Kilometern ein entspanntes Plätzchen in einer Lounge.

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+Strampeln und genießen - bis ans Meer

Strampeln und genießen – bis ans Meer

Eine Radtour nach Sylt erfüllt Sehnsüchte, wenn die Furcht vor der Strecke erstmal gewichen ist.

 

Von Jörg Brokmann

Die Vorfreude ist wie immer riesig, es ist aufgesattelt, der Respekt angemessen, die Aufregung hält sich in Grenzen. Das Equipment füllt langsam die zwei Packtaschen, in der 15. Auflage reicht die Minimalausstattung. Nur Luftpumpe, Ersatzschlauch und Radhose sind elementar. Vor uns liegen schließlich mehr als 460 Kilometer von Braunschweig nach Sylt. Dieser Roadtrip an den nördlichsten Punkt Deutschlands hat Tradition in unserer Familie. Ein Rückblick auf die vergangenen Jahre bereitet mir große Freude.

Durchnässt bis auf die Socken

Himmelreich für eine Dusche

Julian kämpft sich mit seinem 20-Zoll-Fahrrad tapfer bis ans Zwischenziel. Ein Himmelreich für eine warme Dusche. Geschafft. Trocken gerubbelt, bereiten wir uns gemeinsam in der Kochnische Nudeln mit Astronautenkost inklusive Steinpilzen zu. Ein Genuss.

Als nette Geste spendiert die freundliche Dame des Hauses am Abend eine Flasche Flens und eine Fanta. Das Plopp ist Musik in meinen Ohren. Erledigt und stolz schlummern wir nach langem Tag selig in den windelweichen Betten. Ein unvergesslicher Geburtstag.

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+Joggen lässt Ideen nur so sprudeln

Joggen lässt Ideen nur so sprudeln

Ein kleines Läufchen eröffnet am Morgen oder als Abschluss des Tages neue Perspektiven – in Kopf und Körper, unabhängig vom Tempo.

 

Von Jörg Brokmann

Braunschweig. Durch Bewegung entsteht Bewegung. Gerade in diesen Tagen gewinnt diese von dem Psychodramatiker Moreno formulierte Erkenntnis immer mehr an Bedeutung. Einer Vereinsamung, dem Gefesseltsein an das Zuhause, an den Bürostuhl, an das Homeschooling mit den Kindern gilt es, etwas entgegenzusetzen. Um seiner selbst Willen. Die Möglichkeiten sind nicht vielfältiger Natur. Im Gegenteil. Kontaktbeschränkungen verhindern noch den persönlichen Austausch mit Freund*innen oder Kolleg*innen, man ist bisweilen in sich gefangen. Diesem unfreiwilligen Käfig zu entkommen, heißt das Ziel. Mit einem lockeren Läufchen beispielsweise.

 

Um sechs klingelt der Wecker

Am Morgen um sechs Uhr klingelt der Wecker, wenn die Nacht nicht ohnehin schon beendet war, nachdem die Alltagssorgen und deren Bewältigung den Schlaf geraubt hatten. Vögelgezwitscher, Schlaf in den Augen, lahmes Laufgestell. Jetzt tritt die entscheidende Phase ein. Schaffe ich es, den inneren Schweinehund zu überwinden oder gelingt es mir, fantasievolle Ausreden zu finden, mich an diesem eventuell grauen Morgen nicht in Bewegung zu setzen.

 

Aller Anfang ist schwer

Selbstverständlich trifft in dieser Situation die altkluge Erfahrung zu, dass aller Anfang schwer ist. Besonders dann, wenn man auf sich allein gestellt ist. Der erste Tipp für Einsteiger lautet: „Fange im Frühjahr mit Deiner Aktivität an, wenn die Sonne gleich bei den ersten Schritten Deinen Körper erwärmt.“ Allein die Vorstellung davon motiviert, die Intensität dieser Stunden, mit dem roten Feuerball in der Ferne am Horizont, in meinem konkreten Fall bei klarer Sicht den konkreten Brocken, Niedersachsens höchster Berg im Harz, so nah und doch so fern. Wie das Ende des Frühlaufes.

 

In aufrechter Haltung auf den Füßen

Übrigens bedeutet Laufen nur, „sich in aufrechter Haltung auf den Füßen in schnellerem Tempo so fortzubewegen, dass sich jeweils schrittweise für einen kurzen Augenblick beide Sohlen vom Boden lösen“. Aha! Nachzulesen in Runnersworld. Aufschlussreicher für den geneigten „Neu-Beweger“ vielleicht die Definition, dass es eigentlich eine andere Bezeichnung für Joggen und auch für Dauerlauf sei, wobei es Unterschiede im Tempo gäbe. Genau. Ein Läufer laut Laufcampus sei schneller unterwegs als ein Jogger. Dieser praktiziere die etwas langsamere Variante des Dauerlaufs. Die sogenannten Flugphasen fänden auch beim Joggen statt. Dann bin ich beruhigt.

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+Mit Moped und Navi im diesigen Gebirge

Mein perfektes Wochenende Navigationsgeräte betrachten manche Biker als Segen, andere verlassen sich auf Karte und Gefühl.

Von Jörg Brokmann 

Die Sonne brennt an diesem Sommertag Anfang Juli vom Himmel. Mopedfan, was willst Du mehr? Die hiesigen Mittelgebirge Harz und Elm schreien förmlich nach Eroberung.

Über die Dörfer nähere ich mich mit meiner gemütlich vor sich hin blubbernden Street Glide dem Burgberg von unten. Der Plan ist, quer durch den Harz eine stressfreie, altersgemäße Motorradtour nach Göttingen zu unternehmen – mit kurzen Stopps zum Plausch oder gar Fachgespräch mit Gleichgesinnten.

Ich muss an dieser Stelle einräumen, dass ich eigentlich ein reiner Schönwetterfahrer bin, der sich Unbillen auf den zwei schnellen Rädern nur ungern aussetzt. Ich weiß, damit bin ich nicht allein.

Die Idee hinter meinem Ausflug mit Übernachtung lautet: Mein Navigationsgerät führt mich zielsicher durch die interessanten Ecken des Harzes, ohne dass die Gefahr besteht, dass ich die Orientierung verliere. Eine Aufgabe, die ich mir durchaus zutraue, schließlich kurve ich zum zigsten Mal durch dieses Gebirge, wenn auch sonst meist mit Auto oder Fahrrad.

Mit purer Fahrfreude

Was Hunderte Biker jedes Wochenende voller Wonne erleben, sich einfach mit purer Fahrfreude treiben lassen, genau das habe ich vor – eben nur mit einer beruflichen Verpflichtung verbunden.

Doch es soll ganz anders kommen.

Beim Cruisen Richtung Torfhaus kühlt es plötzlich ab, ich schließe meine neue Motorradjacke bis zum Hals. Alles kein Problem bis zu dem Zeitpunkt, als sich zarter Nieselregen dazugesellt. Sprühregen, der sich über den Asphalt verteilt. Sei gewarnt, denke ich mir. Die Autokolonne vor mir verringert die Geschwindigkeit, ich schlängele mich mit der Harley an den vorsichtig dahintuckernden Autos vorbei – mit gemischten Gefühlen.

Sicht geschätzt bei 30 Metern

Meine Gefühlslage ob der Entwicklung des Wetters sollte mich nicht täuschen. Kurz vor dem letzten Anstieg zieht es sich vollständig zu, liegt die Sicht bei geschätzten 30 Metern. Die Lust zum Plaudern ist mir auf Höhe der Bavaria-Alm vergangen, zumal ich von der gegenüberliegenden Straßenseite die wenigen pausierenden Biker nur schemenhaft erkenne.

Noch spüre ich eine gewisse Gelassenheit, die Straßenführung ist bekannt, und schließlich verfüge ich über mehr als 40 Jahre Erfahrung auf dem Hobel. Was kann mir schon bei angepasster Geschwindigkeit passieren? Viele Biker rasen mit stark aufgedrehtem Gashahn und weit höherem Tempo beispielsweise auf der Autobahn an mir vor bei – bei hochspritzender Gischt. Also.

Ausrüstung verbesserungswürdig

Meine Vorbereitung ist durchwachsen, die persönliche Ausrüstung durchaus verbesserungsbedürftig, was bei diesem Wetter nicht von Vorteil ist.

Der ADAC weiß Rat: Besonderes Augenmerk sollte auf dem Anbremsen vor Kurven liegen. Einkalkuliert werden müsse zudem, dass mancher nasse Straßenbelag zur Rutschbahn werden kann. Aha!

Leidige Bitumenstreifen oder weiße Fahrbahnmarkierungen können noch glitschiger sein. Das gilt auch für Kanaldeckel, Metallplatten vor Brücken, Sand oder verschmutzte Straßen – besonders in ländlichen Gegenden oder auch in den Alpen, wo Land- und Weidewirtschaft betrieben werden.

Die volle Kontrolle über die Straße sei unerlässlich für die eigene Sicherheit und die der anderen.

Wohl wahr.

Meine Abfahrt über St. Andreasberg abwärts nach Herzberg mit mehreren Haarnadelkurven und teilweise verschmutzter Fahrbahn erweist sich bei mieser Sicht und beschlagenem Visier als äußerst anspruchsvoll. Mein Navigationsgerät ist Gold wert. Trotz schleichendem Tempo ist höchste Aufmerksamkeit gefordert. Ohne Navi hätte ich vermutlich aus Vernunftsgründen eine Regenpause eingelegt.

Sicher bis Sieber navigieren

Ich lasse mich sicher bis zum Freibad in Sieber navigieren, bin froh über den Stopp und einen frischgebrühten Kaffee. Die Hände sind klamm, meine zu dünne Hose feucht, meine Jacke hält, was der Hersteller verspricht. Es klart auf, meinen Termin in Göttingen kann ich halten.

Auf dem Rückweg am nächsten Tag ergibt sich bei strahlendem Sonnenschein die Gelegenheit, das Thema Navi am Torfhaus anzusprechen. „Das ging uns allen mal so“, sagt Ralf Nitsche (62) aus Goslar, der über jahrzehntelange Erfahrung verfügt. Er ist mittlerweile per Bluetooth über den Helm mit dem Navi verbunden. „Das hilft kolossal und verbessert die Verkehrssicherheit.“

Kein Platz für Schnickschnack

Jens Wonneberger (58) hat sein Handy über USB-Anschluss ans Krad angeschlossen und daran auch befestigt Er orientiert sich über Google Maps. „Ich sehe nur Vorteile, man fühlt sich sicherer.“

Meinem Vorurteil, dass der wahre Biker auf dieses moderne, im Straßenverkehr fast selbstverständliche Hilfsmittel verzichtet, leistet Dominik Klippstein (30) Vorschub. Er hält nichts von dieser Unterstützung. „Ich gucke vorher auf eine Karte und heize los.“ Auch bei Regen scheue er dieses Risiko nicht, sagt der Eichsfelder, schwingt sich auf seine Harley Davidson „Break out“ und braust los. Ihm fehle auch der Platz für derartigen Schnick-Schnack auf dem nackten, karg ausgestatteten Boliden mit dem breiten Socken auf der Hinterradfelge.

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+Achtsamkeit mit all seinen Sinnen

Kleine Gesten reichen oft aus, um anderen eine Freude zu bereiten.
Aber auch sich selbst muss man bewegen.

Von Jörg Brokmann 

Es klingelt an der Haustür. Ein dick eingemummelter Freund überrascht mit einem Fahrradbesuch nach Monaten der Kontaktarmut. Dirk bringt eine kleine Aufmerksamkeit zum dritten Advent vorbei. Nur mal so. „Wir wollen zeigen, dass wir an Euch denken“, sagt er und verabschiedet sich zum nächsten vorweihnachtlichen Abstecher nach Wenden. Eine angenehme Form der Achtsamkeit. Er fühlt sich gewogen, Freude zu bereiten. Ganz einfach.

 

Gefühle der Dankbarkeit

In diesen Zeiten des seit Mittwoch harten Lockdowns bewegen solche Gesten der Aufmerksamkeit besonders. Sie rühren den Empfänger, bewirken Gefühle der Dankbarkeit, was wiederum den Absender der guten Tat stärkt und bestätigt. Durch Bewegung entsteht Bewegung, nennt dies der Psychodramatiker Moreno. In jeglicher Form.

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+Einzel-/Konfliktcoaching
Sie haben ein Problem mit Ihrem/r Mitarbeiter*in, Ihren Vorgesetzten, einem/er Kollegin*in oder gar einem Familien­mitglied? Eine unangenehme Situation, die Sie nicht in den Griff bekommen. Ihre eigenen Lösungsstrategien reichen nicht aus.

Kennen wir alle.
In allen sozialen Systemen, in denen Sie sich bewegen, in der Firma, in der Familie, im Freundeskreis entstehen Konflikte. Das ist nur allzu natürlich.

 

Ihnen fehlen die Mittel, die Konflikte selbst zu lösen?
Wir entwickeln gemeinsam Lösungsmöglichkeiten.

  • Die Gründe sind oft vielfältiger Natur, bisweilen sehen die Beteiligten den Konflikt aus unterschiedlicher Sicht oder empfinden ihn gar nicht so stark, während der Mitarbeiterin, der Partner, die Kollegin, das Familienmitglied stark darunter leidet.
  • Wir richten gemeinsam den Blick auf die Ursachen des Konflikts.
  • Sie lernen die Eskalationsskala kennen. Konflikte werden im Teamcoaching, also unter Beteiligung aller oder dem größten Teil der Gruppe oder im Einzelcoaching angegangen.
    Als Führungskraft sind Sie gefordert, Konflikte auszuräumen!
  • Die Dringlichkeit, mit der Sie als Führungskraft oftmals die Beilegung von Konflikten anstreben, ist verständlich.
  • Denn qua Position haben Sie dafür Sorge zu tragen, dass die Funktionsfähigkeit des von ihnen geleiteten Systems nicht beeinträchtigt wird.

 

Wir entwickeln gemeinsam Wege, Konflikte möglichst

  • konstruktiv zu wenden
  • zur Fortentwicklung des Systems zu nutzen.

Sie benötigen eine breite Palette von Kompetenzen, die Sie bei uns erwerben können. Als Teammitglied sind Sie gefordert, zum gemeinsamen Ziel etwas beizutragen!
Wir zeigen Ihnen wie!

Wollen Sie Konflikte…

im privaten Umfeld beilegen?
Nicht immer einfach, aber machbar.
Im privaten Bereich spielen verletzte Gefühle und Befindlichkeiten, die sich über Jahre angestaut haben ohne dass darüber gesprochen worden ist, eine große Rolle.
Mit den verschiedenen Methoden werden Sie unter Anleitung im Coaching diesen verborgenen Problemen auf den Grund zu gehen und Lösungsansätze finden.

 

Informationen

Termin: (nach Vereinbarung)
Veranstaltungsort: (nach eigener Wahl) oder gern auch Online (1,5 Tage)
Leitung: Jörg Brokmann, Braunschweig
Kosten: Gern machen wir Ihnen ein Angebot. Rufen Sie uns an oder mailen Sie uns.

+Team-/Gruppen-Coaching
Wollen Sie besser im Team arbeiten, ein Team besser führen?

Wer allein arbeitet addiert, wer im Team arbeitet multipliziert.
Klingt logisch und gar nicht schwer.
Auch für Sie?!

  • Was sich auf den ersten Blick wie eine Selbstverständlichkeit liest, erweist sich in der täglichen Praxis als schwierig – ob als Führungskraft oder Mitarbeiter*in
  • Wir werden bei uns im Teamcoaching daran arbeiten, wie Sie aus einer Gruppe ein Team formen, das an einem Ziel arbeitet.
  • Zusammenarbeit der Teammitglieder bedeutet, Hand in Hand zu agieren für ein gemeinsames Gesamtziel

Leichter gesagt als getan.

Sie formen Ihr Team, das zeigen wir Ihnen!

Trotz geteilter Verantwortung ist jedes Teammitglied gleichermaßen dafür verantwortlich ist, das Ziel des Teams zu erreichen. Wir werden uns im Coaching die Unterschiede von Gruppen- zu Teamarbeit bewusst machen.
Wir werden folgende Fragen im Team klären:

  • Welche Rollen nehmen Sie, die Teammitglieder ein?
  • Wie wollen Sie miteinander kommunizieren?
  • Wie gehen Sie mit Konflikten um?
  • Welche Medien/Formate nutzen Sie?
  • Wie verschriftlichen Sie Ihre gemeinsamen Vereinbarungen?
  • Die Dringlichkeit, mit der Sie als Führungskraft oftmals die Beilegung von Konflikten anstreben, ist verständlich.
  • Denn qua Position haben sie dafür Sorge zu tragen, dass die Funktionsfähigkeit des von ihnen geleiteten Systems nicht beeinträchtigt wird.

Informationen

Termin: 1.Tag, ab 18 Uhr; Ende 3.Tag, bis 13 Uhr (Termine nach Vereinbarung)
Veranstaltungsort: Denkhaus Loccum, Hormannshausen 6-8, 31547 Rehburg-Loccum oder als Inhouse-Seminar vor Ort oder gern auch Online (1,5 Tage)
Leitung: Jörg Brokmann, Braunschweig
Referenten: Jörg Brokmann, Braunschweig; Kooperationspartner nachjeweiligem Thema
Kosten: Gern machen wir Ihnen ein Angebot. Rufen Sie uns an oder mailen Sie uns.

Foto: Peter Sierigk
+Elektronische Arbeitszeiterfassung – Handlungsstrategien zur rechtlichen und technischen Umsetzung
Arbeitszeit in Verlagen? Unmöglich? In Medienbetrieben ein No-Go, so die landläufige Meinung der Medienschaffenden, auf Arbeitgeber wie auf Arbeitnehmerseite, unter Führungskräften wie Mitarbeiter*innen.

Das höchstes Arbeitsgericht hat jetzt entschieden. Das BAG-Urteil zur verpflichtenden Arbeitszeiterfassung hat hohe Wellen geschlagen. Fest steht: Die Arbeitszeiterfassung muss „objektiv, verlässlich und zugänglich“ eingeführt werden.

Viele glauben, das rüttele an ihrem Berufsethos, Führungskräfte seien nicht in der Lage, vorausplanen zu können, brauchten dies in der Vergangenheit auch nicht. In Zeiten des digitalen Wandels, des digitalen Transformationsprozesses, der Nach-Corona-Zeit ändern sich Berufsanforderungen sowie Wünsche nach Work-Life-Balance und mobilem Arbeiten.

Von der sogenannten Stechuhr kann keine Rede sein. In diesem Seminar zeigen wir konkrete Wege auf, wie Sie mit Vertrauensarbeitszeit zu einer elektronischen Arbeitszeitregelung im Unternehmen kommen, die die Ansprüche und Herausforderungen beider Seiten berücksichtigt – in  technischer und rechtlicher Hinsicht.

Themenschwerpunkte des Seminars:

  • Wege zum Ziel der einvernehmlichen Arbeitszeitregelung
  • Das spektakuläre BAG-Urteil vom 13.09.22 und das EuGH-Urteil vom 14.Mai 2019
  • Notwendigkeit der Einführung einer Arbeitszeitregelung in Zeiten zunehmender Arbeitsdichte und neuer Berufsanforderungen.
  • Vertrauensarbeit weiter möglich, gar wünschenswert
  • Die richtige Öffentlichkeitsarbeit im Unternehmen — Aufzeigen der Vorteile für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen
  • Arbeitszeitmodelle definieren/abbildenDienstplanung und Bereitstellung der Planung
  • Digitaler HR-Workflow rund um das Thema Zeiterfassung & Abrechnung (papierloses Antragswesen: Urlaub/Freizeitausgleich, Zeitkorrekturen, Sonstige)
  • Schnittstellen zu Lohn- & Gehaltssystemen

Termin: Nach Vereinbarung

Veranstaltungsort: Denkhaus Loccum GmbH, Hormannshausen 6-8, 31547 Rehburg-Loccunm

Leitung: Jörg Brokmann, Braunschweig

Referenten:  Jörg Brokmann, Braunschweig, Ulrich Krätzig, Höxter,

Kosten: 950 Euro inkl. 2 Übernachtungen mit V/P und Seminarkosten

Freistellung: Nach § 37.1. Zi. 6 BetrVG i. V. m. § 40 BetrVG

info@joerg-brokmann-coaching.de

+Führen und Arbeiten im Home Office
Mit der digitalen Transformation verstärkt durch die Corono-Krise findet in der Arbeitswelt ein Paradigmenwechsel statt, der in den vergangenen Jahrzehnten seinesgleichen sucht.

  •  In den Seminaren lernen Sie, wie Sie virtuelle Teams führen.

Fragen über Fragen ergeben sich zum Führen von Teams im Home Office!

Wie arbeiten Sie im Home Office effektiv?
Welche Möglichkeiten haben Sie, Ihre Mitarbeiter*innen zu motivieren?
Wie motiviere ich mich selbst in den eigenen vier Wänden?
In welcher Form kommuniziere ich mit meinen Vorgesetzten/Mitarbeiter*innen?

In unseren Seminaren bekommen Sie die Antworten!

In den Modulen lernen Sie, wie Sie diesen neuen Herausforderungen begegnen — in Theorie und Praxis.

Im „Home Office“ werden Mitarbeiter*innen und Führungskräfte mit Anforderungsfeldern konfrontiert, mit denen Sie bislang wenig oder gar nichts zu tun hatten – und das unter wirtschaftlich schwierigen Bedingungen.

 In den Modulen lernen Sie, wie Sie sich neuen Anforderungen stellen!

Die Kommunikation läuft überwiegend über Medien und erschwert den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen. Erfahrungsgemäß fokussieren sich Mitglieder im Home Office schnell auf die aufgabenbezogenen Aspekte.

  • Wenn Sie sich nur auf Ihre Aufgaben konzentrieren, geht Kreativität und Teamspirit verloren.
  • Sie lernen kommunizieren, ohne die soziale Komponente zu vernachlässigen?

Erfahrene Führungskräfte richten es so ein, dass vor und nach virtuellen Konferenzen kurz Zeit für etwas Smalltalk bleibt.

In den Modulen lernen Sie, wie Sie das Gespräch suchen können.

Welche Fragen müssen Sie aufwerfen und beantworten?

  • Wann wird via Telefon, Video-, Audiokonferenz, E-Mail oder persönlich kommuniziert?
  • Wo werden gemeinsam bearbeitete Dokumente abgelegt?
  • Wer beantwortet bis wann welche Anfragen?
  • Wer führt Protokoll?
  • Wie gehen Sie mit Konflikten um?

Informationen

Termine: Nach Vereinbarung.
Veranstaltungsort: Denkhaus Loccum, Hormannshausen 6-8, 31547 Rehburg-Loccum oder als Inhouse-Seminar vor Ort oder gern auch Online (1,5 Tage)
Leitung: Jörg Brokmann, Braunschweig
Referenten: Jörg Brokmann, Braunschweig; Ulrich Krätzig, Höxter
Kosten: Gern machen wir Ihnen ein Angebot. Rufen Sie uns an oder mailen Sie uns.

+Digitale Transformation

Handlungsstrategien für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen 

Die digitale Transformation bezeichnet einen fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess, der als Digitale Revolution die gesamte Gesellschaft betrifft. Aus wirtschaftlicher Hinsicht stehen besonders speziell Unternehmen vor neuen Herausforderungen der Umorganisation. Unter den Schlagwörtern „Online oder Digital First“ wird eine ständige Erreichbarkeit des Unternehmens auf verschiedenen Ebenen aufgebaut. Viel Wissen und Erfahrung wird in den nächsten Jahren mit der sogenannten „Baby-Boomer-Generation“ in Rente gehen, die Generation Z rückt nach. Arbeiten und Führen aus und im Home-Office erschwert die Kommunikation, bietet aber auch Chancen. Arbeitsorganisationen müssen diese Veränderungen bewältigen, indem sie im Arbeitsinhalte, Qualifikationsanforderungen und Arbeitsbedingungen neu denken.

In diesem Seminar geht es um Einflussmöglichkeiten, Partizipation und Grenzen in Veränderungsprozessen – für erfahrene Führungskräfte und innovative  Mitarbeiter*innen und umgekehrt.

Themenschwerpunkte des Seminars:

  • Was bedeuten digitale Transformationen und welche mentalen Herausforderungen sind gefordert?
  • Instrumente zum Wissenserhalt in Unternehmen
  • Crossmedia und Konvergenz
  • Neue Anforderungen für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen
  • Wie können sich Führungskräfte und Mitarbeiter in diesem Wechselprozess positionieren?
  • Welche Instrumente stehen zur Verfügung, um Transformationen innerhalb des Unternehmens zu begleiten?
  • Ausschöpfen des kreativen Potentials der Führungskräfte und der Belegschaft unter Einhaltung der Chancengleichheit.
  • Was heißt Work-Life-Balance – Life-Work-Balance?
  • Welche Führungsmethodik ist künftig gefragt?

Informationen

Termin: Nach Vereinbarung.
Veranstaltungsort: Denkhaus Loccum, Hormannshausen 6-8, 31547 Rehburg-Loccum oder als Inhouse-Seminar vor Ort oder gern auch Online (1,5 Tage)
Leitung: Jörg Brokmann, Braunschweig
Referenten: Jörg Brokmann, Braunschweig; Ulrich Krätzig, Höxter
Kosten: Gern machen wir Ihnen ein Angebot. Rufen Sie uns an oder mailen Sie uns.